Samstag, 19. Dezember 2009

8.-11. November 1966
Big Apple, München



Eines ihrer ersten festen Club-Engagements führt die Jimi Hendrix Experience im November 1966 nach München in den Big Apple Club. Vom 8.-11. November spielt die Band jeweils 2 Shows, "als Vorgruppe irgendeiner Soul-Revue", wie Drummer Mitch Mitchell sich erinnert. Die Band arbeitete zu der Zeit immer noch an ihrem Repertoire und nachmittags wurde viel im Club geprobt.


backstage im Big Apple (Foto: U. Handl)

Auftritt im Big Apple (Foto: U. Handl)

Auftritt im Big Apple (Foto: U. Handl)


Am 9. November, so erinnert sich Manager Chas Chandler, zerschlug Jimi zum ersten Mal eine Gitarre auf der Bühne: "Das alles begann eigentlich als Unfall. Jimi wurde im Big Apple von einigen übermütigen Fans in die Menge gezogen, und als er wieder auf die Bühne zurückspringen wollte, warf er zuerst seine Gitarre hoch. Als er sie dann aufhob und sah, daß sie angebrochen war, flippte er total aus und schlug alles kurz und klein. Das Publikum liebte es. Und so beschlossen wir, das in den Act mit einzubauen".

Auftritt im Big Apple (Foto: U. Handl)


Am 12. November, kurz bevor die Gruppe wieder nach London zurückfliegt, schickt Jimi diese Postkarte seinem Vater nach Seattle.



Lothar Meid (Bassist von Amon Düül II, Passport, Marius Müller Westernhagen) erinnert sich an eine Jamsession mit Jimi Hendrix im Big Apple....




Kommentare:

  1. It's great. Thanks a lot ! I even saw my picture (black & white shot of The Experience from october 14, 1966 in France).

    Cheers

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  2. Ich war damals 17 als ein Freund mich überredete abends in den "Apfel" zu gehen - hat, glaub ich 7 Mark Eintritt gekostet - mit den Worten: "Da geh´n wir hin, da spielt a verrückter Neger"! Ich war zu der Zeit musikalisch auf ner Mischung von Beatles und Roy Black drauf - mea culpa! - das Konzert hat meine ganze Musikwelt durcheinander gewirbelt!

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  3. Es war unglaublich, es war an einem Montag.
    Das „Big Apple“ war zu Beginn des Gigs zu einem Drittel gefüllt, nach 20 Minuten kam keiner mehr durch die Tür.

    Wie ein Lauffeuer hatte sich auf der Leopoldstraße die Nachricht vom Auftritt eines Verrückten verbreitet. Nie zuvor habe ich etwas ähnliches gehört und danach auch nicht mehr. Ich war damals noch keine 16 Jahre alt, mein Schülerausweis war um ein Jahr vordatiert ;–)) Und nein, es wurde keinen Eintritt ausser den üblichen 4 D-Mark verlangt. Unvergessen die spätere Sendung im legendären „Beat Club“ die in konservativen Kreisen einen Tsunami der Empörung provozierte. Es wurde allen Ernstes gefordert, die Sendung in Zukunft in Bayern aus dem Programm zu nehmen.

    Ich bin Jürgen Hermann, dem damalige DJ des Big Apple heute noch dankbar für dieses einmalige Erlebnis.

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